Ohrenschmalz entfernen: So reinigst du deine Ohren richtig

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Ohrenschmalz entfernen: So reinigst du deine Ohren richtig

Die absolute Mehrheit verwendet heute immer noch Wattestäbchen zur täglichen Ohrenpflege – obwohl sie im Gehörgang mehr Probleme verursachen können, als sie lösen.

Erfahre, wann Ohrenschmalz entfernt werden sollte, welche Methoden sinnvoll sind und wie moderne Ohrenreinigung mit Sichtkontrolle funktioniert.

Ohrenschmalz ist wichtig – aber manchmal wird es zu viel

Ohrenschmalz, medizinisch Cerumen genannt, ist kein Schmutz. Es schützt die empfindliche Haut des Gehörgangs, bindet Staub und Fremdkörper und unterstützt die natürliche Reinigung des Ohres.

Normalerweise wird älteres Ohrenschmalz durch Bewegungen des Kiefers langsam nach außen transportiert.

Dieser Mechanismus funktioniert allerdings nicht bei jedem Menschen gleich gut.

Bei manchen Menschen wird mehr Ohrenschmalz produziert, als nach außen transportiert werden kann. Auch trockenes oder besonders festes Cerumen, enge Gehörgänge sowie das regelmäßige Tragen von AirPods, In-Ear-Kopfhörern, Ohrstöpseln oder Hörgeräten können dazu beitragen, dass sich Ohrenschmalz leichter ansammelt.

Dann kann aus der natürlichen Schutzfunktion irgendwann ein unangenehmes Problem werden

check_circle
Überproduktion

Manche Menschen bilden von Natur aus mehr Ohrenschmalz.

check_circle
In-Ear-Geräte

Earbuds, Ohrstöpsel oder Hörgeräte können den natürlichen Abtransport erschweren.

check_circle
Enger Gehörgang

Anatomische Unterschiede können dazu führen, dass Cerumen schlechter nach außen gelangt.

Wann sollte man Ohrenschmalz entfernen?

Du musst deine Ohren nicht permanent reinigen und schon gar nicht versuchen, jedes bisschen Ohrenschmalz zu entfernen.

Wenn sich jedoch deutlich mehr Cerumen ansammelt, kann der Gehörgang teilweise oder vollständig blockiert werden.

Typische Beschwerden bei einer Ohrenschmalzansammlung können sein:

check_circle ein verstopftes oder dumpfes Gefühl

check_circle Druck im Ohr oder Juckreiz

check_circle schlechteres beziehungsweise gedämpftes Hören

check_circle Ohrgeräusche

check_circle ein verstopftes oder dumpfes Gefühl

check_circle Druck im Ohr oder Juckreiz

check_circle schlechteres beziehungsweise gedämpftes Hören

check_circle Ohrgeräusche

Solche Symptome können allerdings auch andere Ursachen haben. Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden sollte deshalb medizinischer Rat eingeholt werden.

  • Äußeres Ohr reinigen

    Für die normale Ohrpflege genügt häufig ein weiches Tuch, um Ohrenschmalz zu entfernen, das bereits von selbst bis zum Eingang des Gehörgangs gelangt ist.

    Das ist einfach und schonend – hilft aber natürlich nicht bei tiefer liegenden Ansammlungen.

  • Ohrentropfen und Ohrensprays

    Ohrentropfen oder sogenannte Cerumenlöser können festes Ohrenschmalz aufweichen und dadurch den natürlichen Abtransport oder eine anschließende Entfernung erleichtern.

    Sie lösen das Problem jedoch nicht in jeder Situation und bieten keine Sicht darauf, was sich tatsächlich im Gehörgang befindet.

  • Ohrspülung

    Bei einer Ohrspülung soll Ohrenschmalz mithilfe von Flüssigkeit aus dem Gehörgang gespült werden.

    Professionell durchgeführt kann das eine mögliche Methode sein. Für die Anwendung zuhause ist sie jedoch nicht für jeden geeignet, insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen oder Problemen mit dem Trommelfell.

  • Ohrkerzen

    Ohrkerzen versprechen häufig, Ohrenschmalz durch einen entstehenden Unterdruck aus dem Ohr zu ziehen.

    Genau diese Wirkung konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Untersuchungen zeigen, dass kein wirksamer Unterdruck entsteht. Zusätzlich besteht ein Risiko durch Hitze, offenes Feuer und Wachs.

  • Professionelle Entfernung beim HNO

    Bei einem starken oder verhärteten Ohrenschmalzpfropf kann die professionelle Entfernung die sinnvollste Lösung sein. Dabei kann das Ohr zunächst untersucht und das Cerumen kontrolliert entfernt werden.

    Warum Wattestäbchen beim Ohrenreinigen problematisch sind

    Wattestäbchen wirken zunächst logisch: Man führt sie ins Ohr, etwas Ohrenschmalz bleibt daran hängen und das Ohr fühlt sich anschließend sauberer an.

    Das Problem: Ein Teil des Ohrenschmalzes kann dabei tiefer in den Gehörgang geschoben werden.

    Mit jeder weiteren Reinigung kann sich das Cerumen dadurch zunehmend weiter innen ansammeln und verdichten. Zusätzlich kann die empfindliche Haut des Gehörgangs gereizt oder verletzt werden.

    check_circle
    Überproduktion

    Manche Menschen bilden von Natur aus mehr Ohrenschmalz.

    check_circle
    In-Ear-Geräte

    Earbuds, Ohrstöpsel oder Hörgeräte können den natürlichen Abtransport erschweren.

    check_circle
    Enger Gehörgang

    Anatomische Unterschiede können dazu führen, dass Cerumen schlechter nach außen gelangt.

    Sicht statt Blindflug – Ohrenreiniger mit Kamera

    Genau an diesem Punkt gibt es heute eine moderne Alternative: Ohrenreiniger mit Kamera.

    Wichtig dabei: Eine Kamera bedeutet nicht, dass du plötzlich möglichst tief in den Gehörgang gehen solltest.

    Der Vorteil liegt woanders: Du siehst, was du tust.

    Beim Miluna™ Pro sitzt direkt an der Spitze eine 1080P HD-Kamera mit integrierter Beleuchtung. Das Bild wird live auf dein Smartphone übertragen.

    Dadurch kannst du zunächst betrachten, ob überhaupt sichtbares Ohrenschmalz vorhanden ist und anschließend gezielt dort arbeiten, wo es erreichbar ist.

    Statt also wie mit einem Wattestäbchen blind im Gehörgang vorzugehen, kannst du:

    check_circle sichtbares Ohrenschmalz lokalisieren

    check_circle den CleanScoop Aufsatz während der Anwendung sehen

    check_circle gezielter statt nach Gefühl reinigen

    check_circle jederzeit erkennen, wo du dich im Bereich des Gehörgangs befindest

    Die weichen CleanScoop™ Silikonaufsätze sind dafür ausgelegt, sichtbares und gut erreichbares Ohrenschmalz aufzunehmen.

    Auch bei einem Ohrenreiniger mit Kamera gilt trotzdem: nicht unnötig tief einführen und niemals bis zum Trommelfell arbeiten. Die Kamera verbessert die Sichtkontrolle – sie ersetzt keine vorsichtige Anwendung.